Teilzeit für Vollpfosten
Shownotes
Der Kanzler sagt: Die Deutschen müssen mehr arbeiten. Und Toby und Philip fragen sich: Ja, aber wo? Die deutsche Wirtschaft baut massiv Arbeitsplätze ab und eigentlich müssten **CDU und SPD **eine dringende Frage beantworten: Was sind in Deutschland die Arbeitsplätze der Zukunft? Stattdessen geht es um faule Arbeitnehmer, die zu oft krankfeiern. Dann wiederum: Bei den Grünen im Europa-Parlament hätte man sich in der letzten Woche nen Krankenschein gewünscht. Die haben ohne Not mit Rechtsextremisten abgestimmt und hinterher gesagt: Hups, hatten wir nicht kommen sehen. Ja, die rechtliche Lage ist komplex, aber die beiden Lifestyle-Podcaster in Teilzeit Toby und Philip schieben für Euch die ein oder andere mentale Überstunde mit einem klaren Ergebnis: Steuerberater sind auch nur Menschen, die nicht rechnen können.
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00:00:00: Grundlos gute Laune wird ihn präsentiert mit freundlicher Unterstützung vom Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe.
00:00:06: Wie geht's dem Lifestyle-Podcaster Tobias Mann heute?
00:00:09: Ach du,
00:00:10: super, super.
00:00:12: Warum lügst du denn eigentlich immer?
00:00:13: Warum gibt's immer diese krasse Diskrepanz zwischen, wenn wir uns ehrlich in die Augen schauen und beide eine Trainer haben und eigentlich kurz vom Ammerklauf sind und dann geht hier das Rotlicht an und dann sehe ich immer einen kurz vor der... Einsam Laola-Welle stehenden Tobias Mann.
00:00:31: Na
00:00:31: ja, es gibt ja Überschneidungen zwischen Ironie und Ehrlichkeit.
00:00:35: Echt?
00:00:36: Ja.
00:00:36: Du machst diesen Unterschied noch.
00:00:39: Ja, ich versuch, den bei meinem Gegenüber dann zu platzieren, dass der diesen Unterschied
00:00:43: macht.
00:00:43: Nur noch beim Gegenüber oder auch selber?
00:00:45: Wie weit flieht der Selbstbetrug?
00:00:47: Ich mach das selber nicht mehr.
00:00:48: Zwischen Ehrlichkeit und Ironie unterscheide ich persönlich gar nicht mehr.
00:01:01: Hier ist euer
00:01:02: akustisches Nahrungsergänzungsmittel für die Erkältungszeit.
00:01:06: Grundlos
00:01:07: gute Laune.
00:01:08: Die Themen heute.
00:01:10: Die Grünen leiden an einem akuten Fall von offenen Merkussur.
00:01:14: Brauchen sie jetzt dringend eine Aufputtsströge?
00:01:17: Außerdem, die Mittelstandsunion wirft
00:01:20: Fragen
00:01:20: auf.
00:01:21: Braucht es eine Teilzeitpflicht für Vollpfosten?
00:01:25: Und hier sind die Kaulitz-Brüder des Kabarettes, Philipp Simon und Tobias Mann.
00:01:32: Vielen Dank an unseren Prof.
00:01:34: Dr.
00:01:34: Scharze-Boob.
00:01:35: Das hat er schön gemacht, oder?
00:01:37: Ja, ich höre
00:01:37: aber bei ihm inzwischen
00:01:38: so eine gewisse Aggressivität raus.
00:01:43: Die KI hat was gegut.
00:01:45: Hast du in letzter Zeit mal auf dem Flur gesehen?
00:01:47: Den geht jetzt blendend.
00:01:49: Ich finde so langsam klingt ein bisschen nach Reichsbürger, aber wir lassen das.
00:01:54: Wir beobachten das mal wohl wollen, würde ich sagen.
00:01:56: Wir gucken mal, wie die Entwicklung weitergeht.
00:01:58: Mein
00:01:58: lieber Tobi.
00:01:59: Oberhausen ist vorbei.
00:02:01: Wie hat es dir gefallen?
00:02:01: Sensationell.
00:02:02: Es war ein sensationelles Publikum.
00:02:04: Das sage ich wirklich ohne Ironie, ohne Schmu.
00:02:07: Also ich bin beseelt aus Oberhausen weggefahren.
00:02:10: Und wenn ich das richtig verstand, du warst so beseelt, dass du auch noch mal zurückgefahren bist.
00:02:15: Wir haben noch was vergessen.
00:02:16: Das ist auch immer schön.
00:02:17: Wenn du so spät in einer Vorstellung hast abgebaut, setzt dich ins Auto, fährst los, fährst du zwanzig Minuten.
00:02:22: Und auf einmal kriegst du einen Anruf hier.
00:02:24: Übrigens.
00:02:25: Warst du schon auf der A-Drei?
00:02:26: Fast.
00:02:27: Also wir waren schon ein Stück weg, sind dann rum.
00:02:29: Hey, so haben wir Oberhausen noch mal gesehen.
00:02:32: Oberhausen war wirklich wunderschön und man hört das auch auf der Aufzeichnung im Podcast.
00:02:36: Und all diejenigen, die auch Lust haben, uns mal live zu sehen, gibt es dieses Jahr noch ein paar Mal.
00:02:41: Und zwar einmal am fünften März sind wir im Bonn im Pantheon, dann sind wir am fünften Sechsten in Krefeld in der Kufa, am Zweiundzwanzigsten neunten sind wir in Hamburg im St.
00:02:51: Pauli Theater.
00:02:52: Und dann der große Jahresabschluss ist am zweiten Zwölften in Köln im Gloria und Tickets bekommt ihr auf www.grundlos-gutelaune.de.
00:03:08: Ab über Oberhausen, was mir aufgefallen ist, als wir rausgefahren sind aus Oberhausen, sind wir über eine Straße gefahren und über dieser Straße hing ein Elefant.
00:03:20: Also es war so ein... Also kein echter natürlich, aber es war so eine Skulptur, eine sehr, sehr original getreue Skulptur eines Elefanten hing über der Straße und das ist eine Kunstinstallation.
00:03:34: Ich habe das dann auch mal nachgeschaut, also was die Bedeutung ist und wenn ich es richtig verstanden habe, soll dieser Elefant also ein sehr, sehr schweres Tier, das eigentlich ja nicht fliegen kann.
00:03:45: Das aber jetzt schwebt über dieser Straße.
00:03:48: Das soll die Leute aus dem Alltag rausholen und diese Unmöglichkeit als angenehme Irritation zeigen.
00:03:54: Und das hat mich an dich erinnert.
00:03:56: Das
00:03:59: ist für mich die Frage, weil ich dich aus dem Alltag rausholte oder weil ich dich an Elefanten erinnert.
00:04:05: Es ist nicht ein Rüssel, sondern es ist eher halt, mich aus dem Alltag rausholt.
00:04:12: Ja?
00:04:12: Ja.
00:04:14: Obwohl wir uns ja mit den Themen des Alltags, also auch mit der alltäglichen politischen Lage auseinandersetzen, empfinde ich es als Privileg, mit dir hier katatisch an der Verarbeitung dessen, was da draußen so passiert, zu arbeiten.
00:04:29: Aber warum habe ich das Gefühl, dass ich gleich wieder schwer eine übern Russe kriege?
00:04:33: Das ist doch, wenn du schon wieder ... Wenn du schon wieder so sonntags prädigsmäßig einstaatest, dann weiß ich irgendwann...
00:04:44: Das ist mir auch aufgefallen übrigens, Philipp.
00:04:46: Du glaubst immer, wenn man so ein Bett aus Rosen bereitet, wenn ich dir so ein paar Rosenblätter in unseren gemeinsamen Flur streue, dann meinst du irgendwie, ich warte hinter der Tür mit der Peitsche.
00:04:59: Manchmal ist
00:05:00: wirklich einfach nur das Schaumbad, was ich dir eingelassen habe, in das du dich einfach wohlig zurücklehnen darfst.
00:05:06: Das wird mir hier gerade alles viel zu homoerotisch.
00:05:09: Können wir bitte mal über die wirklich wichtigen Themen sprechen?
00:05:12: Also bei Schaumbad hattest du mich so ein bisschen.
00:05:16: Wenn, aber Lavendel,
00:05:19: bist du so ein Duftbad-Mensch?
00:05:20: Überhaupt nicht, ich dusche.
00:05:22: Ich bin erwachsen, ich kann noch selbstständig stehen.
00:05:25: Es gibt keinen Grund, in die Unfallquelle Nummer eins, Badewanne einzusteigen.
00:05:31: Gerade für Menschen.
00:05:34: Na ja gut, wir haben so eine... Wir haben so eine Dusche, also so eine Badewanne mit integrierter Dusche, das ist eigentlich das Allergefährlichste.
00:05:39: Weil du ja nochmal dann diesen Weg über die Kante der Badewanne nehmen musst, wenn du...
00:05:44: Ich wusste gar nicht, dass ihr schon fließt Wasser in den Markzapps.
00:05:48: Und das ist der Unterschied, weißt du?
00:05:50: Ich kann davon ausgehen, dass ich gleich wieder eins in die Fresse kriege.
00:05:55: Das führt heute mit dir zu gar nichts.
00:05:57: Deswegen kommen wir mal zur Theorie.
00:05:59: Wir waren so ein bisschen Apothekenumschauer.
00:06:01: Ja, und ich hab dann kurz noch gedacht, als du mit dir in Elefanten angefangen hast, da dachte ich kurz, da kommt noch ein bisschen was Kulturhistorisches.
00:06:12: Da kommt noch irgendwas mit Substanz.
00:06:14: Aber dann gab's auch irgendwie nur einen blöden Vergleich mit mir.
00:06:17: Also es war eigentlich ... Ich weiß nicht, auf wie viel Karnevalssitzung du jetzt im Januar schon warst, aber ich hab das Gefühl, so langsam färbt es ab.
00:06:27: Ja, du, wer?
00:06:27: als Mainzer, wir sind eigentlich ganzjährig auf einer innerlichen Karnevalssitzung.
00:06:31: Fast nach wie wir übrigens hier bei uns sagen.
00:06:33: Karnevalssitzachmeld oder bei euch.
00:06:36: Ja, ich identifiziere mich mit meiner Heimatstadt.
00:06:39: Ich bin durch den
00:06:40: Beschminter.
00:06:40: Ist bei dir Stockholmsyndrom.
00:06:43: Ja, hier, komm, du hast doch bestimmt noch ein Thema für mich, dass du mir noch jetzt gegen die Backe klatschen willst.
00:06:46: Ja, irgendwas wirklich relevantes.
00:06:48: Das
00:06:49: bin ich gespannt.
00:06:50: Die Kaulitzbrüder übernehmen Wetten, das?
00:06:52: Ja, weißt du was?
00:06:55: Ich kann die ganze Aufregung ehrlich gesagt nicht verstehen.
00:06:57: Welche Aufregung?
00:06:59: Na ja gut, es gibt schon Entrüstungsstürme von Menschen, die sagen, das ist nicht mehr mein Wetten, das.
00:07:07: Wo ich dann die Gegenfrage stellen würde, wann war's das zuletzt?
00:07:10: Und vor allem ... Das ist ja, eigentlich ist es ein schlauer Schachzug, weil die Cowlitzens, die verkörpern ja eigentlich das, was Gottschalk damals verkörpert hat, als er Wetten das übernommen hat.
00:07:23: Also wenn ihr dir anguckt, hat ja dann immer dann auch diese Klamotten aufgetragen, wo du das ist, ist irgendwie in so einen Schrank mit Kostümen gestürzt und kam dann raus und war eben auch so frech edgy.
00:07:36: Das war ja das Ding, also er war ja ein Kontrast zu Frank Elstner.
00:07:40: Aber mein Wetten das war immer das mit Wolfgang Lippert.
00:07:45: Den hab ich ja komplett vergessen.
00:07:46: Du hast ja recht, Wolfgang Lippert hat ja mal Wetten das moderiert.
00:07:50: Wie war denn die Reihenfolge?
00:07:52: Es war erst Elzner, der hat sie erfunden.
00:07:54: Na?
00:07:55: Dann Lippert und dann Gottschalk.
00:07:56: Oder war Gottschalk und dann zwischendurch irgendwann Lippert?
00:07:59: Bestimmt.
00:08:00: Ja, vielen Dank.
00:08:02: Ich bin auch froh, dass du dein Thema so gut recherchiert hast.
00:08:05: Was heißt mein Thema?
00:08:05: Ich wollte nur sagen, die Kaulitzbrüder übernehmen, wer denn das und was ich nicht verstehe ist, warum der ZDF Himmler nicht uns gefragt hat.
00:08:21: Entschuldigung, wir sind Joko und Glas des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, wenn wir in der Sendung hätten.
00:08:27: Ja, wir sind eigentlich auch so genau, da hast du recht.
00:08:30: Und wir sind eigentlich auch noch näher dran an den Zuschauern, so vom Alter her.
00:08:36: Also, man könnte sagen, wir sind die Joko und Glas der Generation Granuffing.
00:08:39: Ja, sind wir eher dran als die Kauja.
00:08:43: als die Kaulitzens.
00:08:44: Aber das ist ja das, was sie damit forcieren.
00:08:47: Sie wollen jüngere Zielgruppen vor dieses Lagerfeuerewetten das locken, damit dann dort auf dem First Screen die Sendung zu sehen ist und auf dem Second Screen die ganzen Digital Natives über die Sendung diskutieren.
00:09:02: Ja, ich finde das super.
00:09:03: Also, ich sag mal, die reden auch nicht unzusammenhängiger als Thomas Gottschalk.
00:09:08: Und ich würde sagen, so, wenn man die letzten Jahre beobachtet hat, ist bei denen die Stimmung noch ein bisschen besser.
00:09:14: Das heißt also, als Phase können wir beide ziehen, wir sind im Grunde zufrieden mit der Bestückung von Wetten das, mit dem neuen Moderatoren-Team, sind aber auch ein bisschen angefressen, dass wir beide es nicht geworden sind.
00:09:26: Ja und ich befürchte, dass natürlich dann jetzt auch immer Heidi Klumme auf der Bank rumhängt.
00:09:31: Au, das kann sein, dass die die Außenwetten moderiert.
00:09:34: Hundert pro.
00:09:35: Kannst du mir nicht erzählen, dass ihr sich das nehmen lässt?
00:09:37: Übrigens, noch ein Tipp, es ist ein bisschen aus der Zeit gefallen, weil es schon ein bisschen länger her ist, aber eigentlich ist Kunst ja zeitlos.
00:09:44: Und es gab eine Kunstinstallation, ich meine, es wäre pro sieben gewesen, haben wir darüber schon mal gesprochen, Heidi
00:09:50: ist Wiesen,
00:09:51: Heidi Wiesen, also die Heidi hat ja im Vorfeld des Oktoberfestes eine Sendung im, ich meine, es wäre Hofbräuhaus gewesen, mit pro sieben durchgeführt.
00:10:01: und Das war wirklich so, ich saß mit offenen Mund da und hab mir angeschaut, was da passiert ist, weil das war eine so unfassbar schlechte Sendung.
00:10:11: Und ich glaube, dass Heidi Klums auch gemerkt hat.
00:10:14: Du hast dir angemerkt, sie ist mit der gesamten Situation unzufrieden.
00:10:17: Eigentlich alle Menschen, die dort aufgetreten sind, denen hast du angesehen, Howard Carpendale stande, ich hab glaube ich schon mal darüber erzählt.
00:10:23: Wir haben genau das Thema mal, aber ich denke mir, wenn es dir gut, nein, du bist ja jetzt auch in einem Alter, wo Mama anfängt in Erinnerung zu schwelgen.
00:10:31: Ich will dich da auch nicht rausreißen.
00:10:33: Stimmt.
00:10:34: Wenn es für dich schöne Momente waren, bin ich gerne dabei und begleite dich.
00:10:38: Und
00:10:38: jetzt schlage ich mal wieder den Bogen zu heute.
00:10:40: Und insofern kann das ja eigentlich nur ein Gewinn sein für Wetten.
00:10:44: das, wenn die Außenwette mit diesem heidischen Chaos einhergeht, also weil wenn dann einer damit im Bagger steht.
00:10:52: Und möchte Schach spielen mit einem der Memgabelsstabler, dann die Figuren bedient.
00:10:57: Dann will ich doch gerne eine Heidi Klum sehen, die noch ein bisschen Chaos reinbringt.
00:11:00: Und vielleicht kann man dann in Wettendust direkt auch noch Germany's Next Topmodel mit integrieren.
00:11:07: Dass quasi zwischen den Wetten auch noch die Models auflaufen.
00:11:12: Da hätte man alles, was an Fernsehunterhaltung da ist, am Samstagabend um zwanzigfünfzehn beim ZDF.
00:11:18: Und wenn dann im Hintergrund noch Rudi Czerne die aktuellen Kriminalfälle moderiert, dann wäre ich richtig glücklich.
00:11:23: Und wenn dann auf dem Technik-Gummibirchen stehen, sondern Känguru-Hoden, dann ist das die ultimative Fernsehsendung.
00:11:30: Apropos Känguru-Hoden.
00:11:32: Wie war deine Vorsorge um das
00:11:39: zu suchen?
00:11:42: Apropos Vorsorge, wer sich auch mal wieder checken lassen soll, sind die Grünen im EU-Parlament.
00:11:48: Denn ...
00:11:50: Ich glaub, da sind noch Hoden vorhanden.
00:11:52: Ja, zumindest hängt da ein Eischief.
00:11:55: Ich vermute, es ist das Rechte, weil die haben letzte Woche zusammen mit den Rechten im Europaparlament abgestimmt.
00:12:02: Und zwar gegen das Merkusurabkommen.
00:12:05: Das ist eine Freihandelszone.
00:12:08: die wirtschaftlich für Europa im Moment sehr interessant ist.
00:12:11: Das Ding wird seit twenty-fünf Jahren verhandelt.
00:12:14: Und bevor wir jetzt darüber reden, möchte ich gerne kurz zur Erinnerung am Anfang einmal hören, was Britta Hasselmann am zwanzigsten Ersten über die Abstimmung mit Rechtsextremisten gesagt hat, die Friedrich Merz damals provoziert hat.
00:12:27: Heute sind zum ersten
00:12:29: Mal Mehrheiten
00:12:30: gesucht
00:12:31: und billigend in Kauf genommen worden jenseits der demokratischen Mitte.
00:12:40: Niemand anders in diesem Land als sie, die den Kurs so vorgegeben haben, aus CDU und CSU.
00:12:50: Ja, so Hashtag schlecht gealtert.
00:12:51: Ja,
00:12:52: das war der moralische Anspruch der
00:12:55: Grünen.
00:12:56: Ein richtiger Anspruch, das muss man dazu sagen.
00:12:58: Also der Anspruch an sich ist ein richtiger.
00:13:01: Man sollte nur seinen eigenen Worten dann eben auch ... immer versuchen, Taten folgen zu lassen.
00:13:06: Und jetzt muss man ja zwei Sachen sortieren.
00:13:08: Das eine ist, warum haben Sie dagegen gestimmt?
00:13:11: Da gibt es ja noch einige Punkte.
00:13:13: Und der andere Grund oder die andere Frage ist ein bisschen, war das unter Umständen auch schon absehbar?
00:13:21: dass die Abstimmung so enden könnte.
00:13:23: Und da gab es offensichtlich ein internes Papier bei den Grünen, denn offensichtlich wusste man auch vorher in Berlin bei den Grünen von der Gefahr.
00:13:34: Da wurde nämlich gestern bei Berlin direkt im ZDF aus einem grünen internen Papier zitiert.
00:13:39: Und das hören wir mal.
00:13:40: Zufalls Mehrheiten mit Rechtsextremen lassen sich allerdings besonders bei Fraktionsübergreifenden Anträgen nicht immer vermeiden, besonders wenn es keine abgestimmte Position der pro-europäischen Fraktionen gibt.
00:13:53: Also das war zitiert aus einem
00:13:55: Papier der
00:13:56: Grünen.
00:13:57: Und das ist doch schimpf mich doof, aber das ist doch im Prinzip genau die Situation von März im Januar, der doch damals auch gesagt hat, es lässt sich nicht vermeiden.
00:14:12: Ja und nein, also rein politisch gesehen ist es natürlich ein sehr, sehr ähnlicher Fall.
00:14:16: Das Einzige, wo man jetzt was bei den Grünen zu gut halten muss, es war ein anderes Sujet damals.
00:14:21: Es ging ja damals ganz konkret um Migration.
00:14:23: Insofern war schon absehbar, dass da eben auch einer AfD mitstimmen wird.
00:14:28: Ja, aber entschuldige, aber die Situation ist doch exakt die gleiche.
00:14:31: Also das, was sie in diesem internen Papier beschreiben ist, naja, also wenn wir quasi für die richtige Sache da stimmen wollen, dann können wir es nicht verhindern, dass es Zufallsergebnisse gibt.
00:14:41: Das ist doch... genau die Argumentation von Friedrich Merz gewesen.
00:14:45: Ja, ja, ja.
00:14:47: Ja, du merkst, ich versuch irgendwie noch so ein bisschen den Grund dafür heraus zu destillieren für mich selber, warum die Grünen da so unfassbar plump und und ungeschickt agiert haben.
00:15:00: Und dumm.
00:15:00: Dann mache ich dir das Leben noch ein bisschen schwerer.
00:15:02: Achtung.
00:15:03: Und wir hören mal den Delegationsleiter der Grünen im Europäischen Parlament, Erik Marquardt, was der dazu sagt.
00:15:10: Im Nachhinein bedauere ich das.
00:15:11: Es ist jetzt so, dass wir mit dieser Entscheidung Rechtssicherheit schaffen.
00:15:15: Aber man hätte das im Nachhinein anders machen sollen, hätte man vorher gewusst, welches Echo das erzeugt.
00:15:20: Und da habe ich jetzt... Lassen wir mal ganz kurz über das Zitat noch mal nachdenken.
00:15:24: Weil er sagt natürlich, Sie hätten damit... Also, es muss man ja auseinander nehmen.
00:15:28: Das muss man, glaube ich, auch erklären.
00:15:30: Es geht ja darum, das war jetzt ja keine Ablehnung dieses Merkursurabkommens, sondern es war ja die... Die Zustimmung dafür, dass das nochmal vom Europäischen Gerichtshof überprüft wird.
00:15:45: Faktisch bedeutet, dass das Ding erst mal weiter vertagt ist.
00:15:49: Es kann wohl irgendwie vorgezogen schon in Kraft treten, aber nicht so richtig, weil eben diese Entscheidung des Gerichts noch abgewartet werden muss.
00:15:59: Genau, aber damit ist sogar noch die Situation genauso wie bei Friedrich Merz.
00:16:03: Es gab keine Not, wenn man vorher gewusst hätte, dass die Rechtsextremen ... Es gab für die Grünen an der Stelle keinen Not, das zu tun.
00:16:13: was ich ja so spannend an dem Zitat von ihm finde, ist, dass er dann auch nur sagt, wenn man vorher gewusst hätte, welches Echo das erzeugt.
00:16:23: Also was für ein Echo habt ihr denn erwartet?
00:16:26: Ja, das ist eine ganz blöde Entschuldigung.
00:16:27: Weil das ist ja so in dem Motto, im Grunde war richtig, was wir gemacht haben.
00:16:31: Aber hätten wir gewusst, wie die Leute reagieren, hätten wir es vielleicht anders gemacht.
00:16:34: Das ist ja keine Selbstkritik, sondern es ist ja eigentlich so fast eine Selbstbestätigung und wieder ein Vorwurf an die Öffentlichkeit und an die anderen, dass sie das jetzt anprangen an.
00:16:43: Das ist ein bisschen schlechter Stil.
00:16:45: Und das finde ich ehrlich, ich meine, bei dem was ich jetzt sage, kann man uns natürlich wieder vorwerfen, wenn wir in linksgrün versifft.
00:16:51: Aber dieser Erik Marquardt ist eigentlich ein guter Mann.
00:16:54: Ich hab den schon total gut in Interviews gesehen.
00:16:57: Und dann wundert mich das doch jetzt sehr, dass der so ...
00:16:59: Entschuldigung, aber das ist mir jetzt also ... Mit der Klarheit, mit der wir hier CDU und andere Parteien quasi bloßstellen oder mit der Klarheit, mit der wir hier über andere Parteien sprechen, müssen wir an der Stelle auch mit aller Klarheit über die Grünen sprechen.
00:17:15: Und es ist, da gibt's nichts, er hatte das Richtige im Sinn,
00:17:19: sondern ... Sie
00:17:20: haben intern vorher schon gewusst, dass das in die Hose gehen kann.
00:17:27: Sie haben selber den Maßstab... Spätestens im Januar, auch völlig zu Recht, sehr hochgelegt.
00:17:34: Und dann hätte man so was antizipieren müssen.
00:17:36: Der Punkt, der jetzt ja vielfach gemacht worden ist, dass das notwendig war, dass sie diese Entscheidung so treffen, wie sie sie getroffen haben.
00:17:45: Aber dass das nicht so notwendig gewesen sein kann, siehst du ja an den Reaktionen jetzt.
00:17:51: Weil sonst würden sie ja unverrückbar fest das stehen und würden sagen, nein, bei allem, was da jetzt passiert ist, war es richtig, entschieden haben.
00:17:59: Das wird ja in dieser Klarheit eigentlich von fast niemandem mehr gesagt und am allerwenigsten ja von den Grünen hier in Deutschland, die das ja fast durch die Bank kritisiert haben, was da auf europäischer Ebene passiert ist.
00:18:12: Und da muss man einfach den Grünen attestieren, dass sie politisch absolut unfähig agiert haben, weil das so dermaßen mit Ansage war.
00:18:22: Und
00:18:23: wo kommen die größten Gegenstimmen in Deutschland für das Mercosurabkommen her?
00:18:28: Ja, von den Landwirtschaftsverbänden.
00:18:30: Richtig.
00:18:31: Ja, klar.
00:18:32: Das sind die Leute, die übrigens kurz vorher noch Robert Habeck zurück auf die Halle schicken wollten.
00:18:39: Ich verstehe diese Geschichte überhaupt nicht.
00:18:42: Ich verstehe nicht, warum man ohne Not da eine Mehrheit besorgt hat.
00:18:47: Also was wir nicht verschweigen sollten ist über dieses Mercosur-Abkommen, wenn ich es richtig verstanden habe, ist das rein wirtschaftlich ja gar nicht so furchtbar, potent und wichtig.
00:19:00: Aber was unbestritten ist in einer Situation, wo Donald Trump seine Macht... Es ist natürlich politisch extrem wichtig, dass man als Europa zeigt, wir haben ja auch andere Mahndelspartner und können auch andere Verbindung knüpfen.
00:19:18: Das heißt, politisch ist das extrem wichtig gewesen.
00:19:21: Und das muss man auch sagen, es gibt ja durchaus auch berechtigte Kritik an diesem Abkommen.
00:19:27: Wenn es um arbeitsrechtliche Geschichten geht, wenn es um Umweltstandards geht, wenn gleich da auch viel nach... gebessert worden ist.
00:19:35: Also, ganz unbegründet ist die Kritik an diesem Mercosur-Abkommen nicht,
00:19:40: aber
00:19:40: es wird ja schon eine Zeit lang verhandelt.
00:19:51: An Donald Trump, weil die Rechtssicherheit muss ja sowieso noch hergestellt werden, weil das muss ja alles auch noch mal durch die einzelnen Länder in Europa durch, die müssen dem ja auch noch mal zustimmen.
00:20:00: Also da ist ja... Du hast
00:20:03: recht, das war glaube ich total sinnlos, weil es ja eh noch mal geprüft werden müsste.
00:20:06: Also den ging es im Wesentlichen um die Verstellung der Rechtssicherheit, plus.
00:20:12: die interessante Botschaft wäre ja an der Stelle gewesen, dass man da einen Markt mit, ich glaube, über siebenhundert Millionen Menschen aufmacht.
00:20:20: Und so schickt man wieder das Signal raus, na ja, die Europäer, die sind untereinander alle verhakt, die kriegen es nicht auf die Kette.
00:20:27: Eine Sache gibt es noch zusätzlich anzumerken, es ist ja auch politstrategisch auf einer ganz anderen Ebene blöd, weil ich hab gehört, es gibt da in Deutschland Landtagswahlen demnächst.
00:20:39: Wo die Grünen ja gucken müssen, dass er auch so ihre Prozent zusammenbekommen.
00:20:42: Ist ja nicht so, dass die jetzt sehr gesegnet sind mit Zuspruch von Wählerinnen und Wählern gerade im Moment.
00:20:48: Ich glaube, dass vor allem der Cem Ötze wenig ganz so glücklich ist.
00:20:51: Nee, also der hat sicher wieder mal mit den schönen Worten distanziert, das hat nichts mit den Grünen in Baden-Württemberg zu tun.
00:20:58: Das ist ja sein Standardspruch, den ich übrigens auch
00:21:01: unfassbar
00:21:02: unglaubwürdig finde.
00:21:03: Also was bei den Grünen im Moment innerparteilich passiert, ist wirklich also wir haben wir haben es ja hier in der Sendung schon mal besprochen diese permanente Distanzierung vom ehemaligen Bundespolitiker Gem Östemir zur Bundespolitik der Grünen.
00:21:19: und jetzt auch wieder da ist alles Quatsch und da hat nichts mit Baden-Württemberg zu tun.
00:21:23: doch es ist deine Partei es ist dein Laden.
00:21:28: immer so zu tun als ob das nichts mehr mit dir zu tun hätte halte ich auch gerade als Kernkompetenz für einen potenziellen Ministerpräsidenten als eher schwierig.
00:21:39: Das erinnert mich dann vom Weib eher an einen Kai Wegner, der beim Stromausfall halt Dennis spielen geht.
00:21:47: Ja und das drageste am Ende ist natürlich, dass dieses wichtige, wie ich finde, sehr, sehr wichtige Politikfeld, Umweltpolitik, Klimapolitik einfach auch sehr brach liegt.
00:21:55: im Moment.
00:21:57: Und da wirklich alle Standards runtergefahren werden, weil die Grünen einfach ihr Game nicht zusammenkriegen.
00:22:02: Und die Grünen hätten natürlich auch bei der ganzen Mercosur-Geschichte auch vorher, vor der Abstimmung, viel stärker in die Öffentlichkeit gehen können, denn das interne Papier gab es ja bereit und sagen könnten, was sie nicht gut dran finden und das sie überlegen dagegen zu stimmen oder was auch immer.
00:22:18: Also kommunikativ wirklich schlimm.
00:22:21: Und Katharina Dröge, die zusammen mit Britta Haselmann, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag ist, die war am Sonntag bei Berlin direkt.
00:22:29: Und da hat
00:22:29: sie alles klargestellt, oder?
00:22:31: Ja, genau.
00:22:31: Die wurde auch noch mal mit ihrer Aussage zu März im Januar, im Jahr zweitausendundzwanzig konfrontiert.
00:22:37: Und ihre Antwort ist, sagen wir mal, interessant.
00:22:40: Da haben Sie in Richtung CDU und Friedrich Merz gesagt, die CDU beteuert ja jetzt landauf, landab, dass das keine Zusammenarbeit sei.
00:22:47: Aber ich frage mich, wie soll ich Friedrich Merz diese Worte noch glauben?
00:22:51: Haben Sie schon bei Friedrich Merz entschuldigt?
00:22:53: Nein, denn das, was im Europaparlament passiert ist, war ein Fehler.
00:22:57: Und ich bin froh, dass die Kollegen der Grünen Fraktion auch genau das so benannt haben.
00:23:01: Die Brandmauer ... ist wahnsinnig wichtig.
00:23:04: Es darf keine Zusammenarbeit und keine Normalisierung der Rechtsextremen geben.
00:23:08: Und unsere Kollegen wollten das nicht.
00:23:10: Und trotzdem ist das passiert.
00:23:11: Und deswegen war es richtig, dass sie sich entschuldigt haben.
00:23:14: Ich würde mir wünschen, dass es diese Haltung aber auch bei den anderen demokratischen Fraktionen gibt.
00:23:19: Auch die Konservativen abgeordneten, die haben mitgestimmt.
00:23:22: Und der Chef der Konservativen Manfred Weber, den sie im Beitrag hatten, hat sich nicht dazu geäußert, dass es in Zukunft eine Brandmauer in Brüssel gibt, sondern im Gegenteil erarbeitet, ganz aktiv mit den Rechtsextremen zusammen und deswegen nach vorne gerichtet.
00:23:34: Ich finde, alle demokratischen Parteien müssen sich jetzt an ein Tisch setzen und klarmachen, dass das nicht wieder passieren darf.
00:23:40: Das wäre unser Angebot.
00:23:44: Warum müssen sich denn die anderen demokratischen Parteien jetzt an den Tisch sitzen, wenn ihr es nicht auf die Kette kriegt?
00:23:50: Ja, da sind wir ganz schlecht das Stil, wenn man sich auf andere zeigt.
00:23:54: Aber guck mal, die anderen sind auch schlimm.
00:23:56: Und was ich auch noch richtig krass finde an der Aussage ist, unsere Kollegen wollten das nicht und es ist trotzdem passiert.
00:24:06: Es gab vorher das grüne interne Paper.
00:24:09: Berlin wusste, dass die so abstimmen wollten.
00:24:12: Also, es war klar, wie sie abstimmen.
00:24:14: Und dann kommen sie hinter um die Ecke und sagten, sie wollten das nicht und es ist trotzdem passiert.
00:24:19: Ja, gut, aber da sind wir wieder beim Erik Marquardt, der gesagt hat, hätten sie gewusst, was für ein Echo dann kommt.
00:24:24: Hätten das anders gemacht.
00:24:25: Aber das ist eine Scheißbegründung.
00:24:26: Ja, aber also ganz ehrlich, ich hätte mir an dieser Stelle von Grünen wirklich eine andere Form der Kommunikation gewünscht.
00:24:34: Also, wenn wir jetzt da das Gleiche erleben wie bei den anderen.
00:24:37: Dann wird es auch wirklich dünne.
00:24:39: Ich frag mich mal, ob die keine Berater haben, die denen sagen, wir können jetzt nicht daraus gehen.
00:24:43: Kommunikativen können sagen, auf die anderen zeigen.
00:24:46: Die sind genauso schlimm, wenn nicht sogar schlimmer.
00:24:49: Guck mal, die machen das die ganze Zeit.
00:24:51: Ja, sei besser, tu es eben nicht.
00:24:54: Und vor allem nicht, wenn es so offensichtlich war.
00:24:56: Und vor allen Dingen, wenn Sie ansonsten mit einer so klaren Kommunikation durch die Gegend rennen.
00:25:01: Und wirklich immer alles ganz klar, auch im Bundestag, bei den Debatten, beim Namen nennen.
00:25:07: Und plötzlich so ein bisschen, die wollten das nicht.
00:25:10: Und trotzdem ist passierte Hubs, wie konnte das denn sein?
00:25:13: Das, was Katharina Dröge da am Sonntag im ZDF gemacht hat, hat die Geschichte im Nachhinein nochmal schlimmer gemacht.
00:25:19: Denn sie wird dann nochmal gefragt, warum es denn falsch war, damit abzustimmen.
00:25:26: Was ist eigentlich so falsch daran, inhaltlich begründet für etwas abzustimmen?
00:25:31: Also zunächst einmal sind wir als Grüne dafür, dass dieses Merkursurabkommen jetzt kommt.
00:25:37: Weil in einer Zeit, in der Donald Trump die internationale Ordnung bricht, braucht Europa Bündnispartner und die Merkursurstaaten sind ein solcher Bündnispartner.
00:25:45: Und deswegen war es das falsche Signal am Mittwoch.
00:25:47: Und das haben unsere Leute auch bedauert.
00:25:50: Und deswegen ist es auch wichtig, dass dieses Abkommen jetzt angewandt wird.
00:25:55: Daneben, weil sie die Frage ja auch gestellt haben, macht es einen Unterschied, mit wem eine Mehrheitszustande kommt.
00:26:01: Und Stimmen mit den rechtsextremen sollten Demokraten nicht in Kauf nehmen.
00:26:05: Das erwarte ich von Friedrich Merz.
00:26:07: Und unsere eigenen Leute erwarten das auch von sich selbst.
00:26:09: Das haben sie zum Glück noch mal klargestellt.
00:26:11: Das ist immer gut, weil man Erwartungen an sich selbst hat, die man dann nicht erfüllt.
00:26:15: Genau, aber auch da wieder März vorangestellt und vor allen Dingen liefert sie sich, liefert sie jetzt kein Argument.
00:26:22: Es gibt bei ihr, ich hab bisher von ihr noch kein einziges Argument gehört.
00:26:28: Warum die Grünen im Europäischen Parlament so abgestimmt haben, wie sie abgestimmt haben.
00:26:35: Ja,
00:26:35: das ist genau der Punkt.
00:26:36: Würsten sie das und hätten sie gute Gründe dafür, dann kann man die ja anführen.
00:26:40: Aber dass da einfach nichts kommt, das zeig ich dir.
00:26:44: Da ist einfach ein riesiger Fuck-up entstanden und Sie können es nicht begründen.
00:26:48: Aber wenn ich das doch vorher weiß und ich gehe als Berufspolitikerin in eine Interview-Sendung.
00:26:55: Ja.
00:26:55: Also dann ist mir doch klar, das ist die Frage, die Sie stellen werden.
00:27:01: Warum habt ihr mit denen abgeschrieben?
00:27:03: Und da muss ich doch mehr als Antwort haben, als zu sagen, Aber Friedrich Merz hat auch gemacht und die Kollegen wissen nicht und wird nie wieder passieren.
00:27:15: Das kann doch keine politische Argumentation sein, dann zu sagen, es war ein Versehen.
00:27:20: Also dann fragt man sich ja wirklich, okay, worüber denkt ihr denn ernsthaft nach und ist unter Umständen eure komplette Politikraten versehen?
00:27:30: Ja,
00:27:30: das ist wieder Wasser auf die Mühlen derer, die sagen, dass die Grünen nicht fähig sind, Politik zu betreiben.
00:27:37: Und da haben sie in diesem Fall zumindest mal gezeigt, dass da schon Defizite bestehen, die sie dringend den Griff kriegen müssen.
00:27:43: So, und offensichtlich wussten die Grünen in Berlin ganz genau Bescheid, was bei der Abstimmung passieren wird.
00:27:49: Und da wird sie jetzt auch noch mal drauf angesprochen.
00:27:51: Und auch da wird die Antwort, ich kann es dir nicht ersparen, nicht besser.
00:27:57: Die Parteispitze in Berlin war offensichtlich vorab gewarnt, konnte sich nicht durchsetzen.
00:28:01: Parteilinie ist, was sie beschreiben, Multilateralismus, starkes Europa.
00:28:05: Das ist eine Führungsschwäche, muss die auch Konsequenzen haben.
00:28:09: Die Entscheidung ist selbstverständlich in Brüssel getroffen worden, weil es trifft das Europäische Parlament diese Entscheidung.
00:28:15: Aber sie werden sich mit Sicherheit... dass alle Grünen sich fragen, wie können wir in Zukunft hinkriegen, dass so etwas nie wieder passiert?
00:28:22: Das ist die Verantwortung von allen.
00:28:24: Und ich finde genau diese Form von Selbstkritik, die unterscheidet uns auch von anderen.
00:28:27: Jens Spahn hat sich hier in die Sendung gestellt.
00:28:29: Er ist einer der größten Trump-Fahrhabenloser, die die CSU und CDU haben.
00:28:33: Und es gab kein einziges Wort der Selbstkritik angesichts seiner Politik.
00:28:36: Deswegen, dieser Fehler wurde benannt.
00:28:39: Nein, wir zeigen ja gar nicht mit dem Finger auf andere, sondern wir sind ja bereit, unsere eigenen Fehler ganz klar zu benennen.
00:28:44: Und das haben wir getan.
00:28:45: Daraus werden wir lernen.
00:28:48: Wir sagen ein Lündnis der Gegenmacht, dass die Europäische Union schließen muss mit anderen Staaten, dazu gehören die Mercosurstaaten, dazu gehört Indien beispielsweise, Kanada, Neuseeland, auch Südafrika.
00:28:57: Das wäre jetzt die machtpolitische Antwort dafür.
00:28:59: braucht zum Bundeskanzler.
00:29:00: Und wir werden genau dazu die Vorschläge
00:29:04: machen.
00:29:05: Wir werden genau dazu die Vorschläge machen.
00:29:07: Sie hatte jetzt ... Ausgebreite Zeit im ZDF am Sonntag zur besten Sendezeit zu erklären.
00:29:14: Erstens, warum sie damit abgestimmt haben, warum sie glaubt, dass es ein Fehler war und was ihre Haltung für die Zukunft ist.
00:29:21: Nicht eine dieser Fragen.
00:29:23: hat sie beantwortet und macht am Anfang auch noch diesen ganz schlechten Move, indem sie dann sagt, diese Entscheidung ist in Brüssel getroffen.
00:29:31: Also sie macht das Gleiche, wie Cem Özdemir im Bahn Wiltenberg, der sagt, die Grünen im Bahn Wiltenberg haben nichts mit den Grünen in Berlin zu tun.
00:29:39: Die Grünen in Berlin sagen, wir haben nichts mit den Grünen im EU-Parlament zu tun.
00:29:42: Und es ist auch ein bisschen schwierig, wenn jemand sagt, also keiner macht so tolle Selbstkritik wie ich.
00:29:47: Das macht wirklich keiner so gut wie wir.
00:29:50: Ja, vor allen Dingen ohne, dass es einmal in der ganzen Sendung zur Aussprache kam, was denn da jetzt die Kritik wäre außer, es war falsch und wir haben uns entschuldigt.
00:30:00: Ja, also Quaregröße ist sozusagen mehr Kulpa und dann aber nicht so sagen, aber die oder du oder der, das wäre schön gewesen, wenn sie sich das verkniffen hätte.
00:30:11: Es war ein wirklich ich persönlich für eine katastrophaler Auftritt und weißt du, an wen mich dieses Ganze herumlavieren und aus dem Weg gehen und anderen die Schuld geben erinnert hat.
00:30:27: Wissen Sie, Frau Maurer, dass in den ersten Wochen, Monaten dieser ja noch jungen Koalition nicht alles optimal gelaufen ist, das ist ja ohne Frage so.
00:30:34: Dass es da Debatten gibt, ist auch normal.
00:30:36: entscheidend ist, dass wir gelernt haben, dass wir Prozesse, Kommunikation, Abläufe verbessert haben, dass wir in der Fraktion, in der Koalition, in der Regierung die Dinge besser machen werden.
00:30:47: Wir wollen Deutschland zum Erfolg führen und da sind Friedrich Merz und ich uns einig.
00:30:56: Wow!
00:30:58: Thomas hat uns geschrieben und das ist eine Anmerkung zu unserer Sendung in Oberhausen.
00:31:03: Er hat geschrieben, ich habe heute in diesem Internet nach der nervunderbaren Söderhymne gesucht und bin nicht fündig geworden.
00:31:08: Und er fragt, wo man die anhören kann.
00:31:11: Ja.
00:31:12: Leber Thomas, derzeit nur im Rahmen unseres Podcasts in Oberhausen.
00:31:17: Bisher habe ich das noch nicht veröffentlicht.
00:31:19: Vielleicht soll ich das tun.
00:31:20: Aber unter welchem Künstlernamen soll ich das veröffentlichen?
00:31:24: Philipp Simon und dann schreibt bitte auch die GEMA auf den Namen.
00:31:29: Das Kompliment muss ich dir jetzt wirklich mal machen.
00:31:31: Das ist glaube ich schon mindestens der zweite Hit, den du in unserer kleinen Show innerhalb kürzester Zeit rausgedonnert
00:31:42: hat.
00:31:42: Die Sicherbaum, meinst du?
00:31:44: Das kann man sich angucken übrigens auf Instagram und Co.
00:31:46: Vielleicht machen wir ein Album noch mit dir.
00:31:48: Das Grund ist Gute Laune.
00:31:49: Das große Grund ist Gute Laune Album.
00:31:51: So wie Ronny's Popshow damals.
00:31:52: Genau.
00:31:53: Und du bist dann der Dieter Bohlen und ich bin der Thomas Anders, der nicht singen kann.
00:31:56: Ja, genau.
00:31:57: Und dann hat der Michael uns geschrieben.
00:32:00: Hallo ihr zwei.
00:32:02: Ich denke darüber nach, mich selbst abzuschieben.
00:32:05: Weil wenn ihr zwei Recht habt und demnächst schwarz-blau reagiert, was dann?
00:32:08: Nach Holland auswollt, dann geht ja auch nicht wirklich.
00:32:10: Da hat er Schlechtfrisierte aus der Geisterbahn ja was zu sagen.
00:32:13: Was sagt denn der gut integrierte Holländer dazu?
00:32:16: Das geht an dich.
00:32:17: Zum einen, dass der Schlechtfrisierte gar nicht mehr so viel zu sagen hat, weil ihm gerade seine eigene Partei und seine eigene Alarm so ein bisschen um die Ohren fliegt.
00:32:25: Ich grundsätzlich bin gegen Deutsche in den Niederlanden.
00:32:31: Äh, ihr treibt da bloß die Preise hoch, nehmt uns die Arbeitsplätze weg.
00:32:38: Und ich sag mal, ich war eh immer gegen Schengen.
00:32:41: Reicht das?
00:32:43: Das lass ich jetzt einfach mal an der Stelle so stehen.
00:32:45: Ja, aber es gibt noch eine Sache, über die wir, aber auch noch ganz kurz sprechen können.
00:32:49: Und zwar, liebe Leute, wir sind übrigens an, an, an Artikeln dran.
00:32:53: Also weil wir jetzt auch immer wieder Nachrichten bekommen haben, wo gibt's die Becher?
00:32:58: Äh, und, und andere Sachen.
00:33:00: Wir sind dran und werden bald Konsumgüter zu Verfügung stellen, denn wir beide, Tobias Mann und Philipp Simon, nehmen uns die Aufforderung von Friedrich Merz zu Herzen.
00:33:13: Wir wollen beide deutlich mehr arbeiten.
00:33:15: Gerade der Tobi muss aus seiner Lifestyle-Teilzeit mal rauskommen.
00:33:20: Und wir wollen mit grundlos gute Laune die deutsche Wirtschaft so richtig nach vorne.
00:33:27: Bumsen.
00:33:30: Ja, es ist mit meinen Knien und Hüften jetzt nicht mehr, aber... Von der grundsätzlichen Bewegung geht's in eine ähnliche Richtung.
00:33:41: Zeit für eine kleine Werbebotschaft in eigener Sache.
00:33:44: Grundlos gute Laune ist und bleibt
00:33:47: kostenlos.
00:33:48: Wer uns aber dennoch unterstützen möchte, kann bei Steady ein Abo abschließen und damit dabei helfen, dass dieser Podcast bis in alle Ewigkeit
00:33:56: weiter
00:33:56: existiert.
00:33:58: Werde grundlos gut gelaunter Unterstützer.
00:34:01: Klick auf www.steady.de.
00:34:05: schreikstrich ggl.
00:34:07: Wir danken euch ganz herzlich.
00:34:10: Und jetzt geht's weiter.
00:34:15: Philipp, du hast eben schon so ein bisschen angedeutet, worum es heute in meinem Teil gehen soll.
00:34:19: Es soll gehen um den Arbeitnehmer, die Arbeitnehmerin, diese faulen Schweine.
00:34:25: Das ist ja so ein bisschen der Grundtenor, der durch die politische Welt gerade warbert.
00:34:29: Und das ist kein neues Phänomen.
00:34:31: Also es wird jetzt gerade wieder diskutiert auf mehreren Ebenen, die wir auch gleich besprechen werden.
00:34:36: Aber ich habe ja ein Zitat mitgebracht von unser beider Freund Karsten Linnemann.
00:34:41: Karsten, einfach mal machen Linnemann, der Motivationstrainer der Union, hat im Oktober des Jahres vierundzwanzig in einem Morgenmagazin gesessen.
00:34:53: Ich weiß nicht mehr, welches Morgenmagazin es war.
00:34:54: Ich meine, es war RTL gewesen oder was.
00:34:56: Und da hat er das hier rausgelassen.
00:34:58: Über das Verfassungsgericht.
00:34:59: Eine Runde Pendlerpauschale sind ja nur zwei Punkte.
00:35:02: Wie soll das bezahlt werden?
00:35:04: Wir wachsen nicht mehr.
00:35:05: Wir sind Schlusslicht.
00:35:07: Wir steigen ab.
00:35:08: In Deutschland gibt es gar keine Leistungsbereitschaft mehr.
00:35:14: dass viele Menschen sagen, ich strenge mich an, ich zeige Leistung, aber insgesamt in der Breite machen wir das nicht.
00:35:20: Und deswegen wollen wir gerne... Überstundenzuschläge steuerfrei stellen.
00:35:25: Wer mehr Arbeit leistet, muss entlastet werden.
00:35:28: Wir wollen, dass jeder Rentner, der freiwillig länger arbeiten will, zweitausend Euro steuerfrei bekommt.
00:35:34: Wir werden das Bürgergeld in der Form abschaffen.
00:35:37: Ein gerechtes System.
00:35:39: Ich kann ihn noch zehn Punkte aufzählen.
00:35:41: Wenn wir das machen, gibt's eine ganz andere Stimmung wieder im Lande, weil dann wird Fleiß wieder belohnt.
00:35:46: Die Leute haben doch das Gefühl, stehen wir auf, ich gehe arbeiten.
00:35:49: Und das wird gar nicht honoriert im Gegenteil.
00:35:52: diesen Mentalitätswandel in Deutschland einzuleiten.
00:35:55: Das wollen wir machen.
00:35:56: Und wenn wir das machen, gibt es wieder Wachstum.
00:35:58: Ganz nah dran an den Menschen.
00:35:59: Das ist heute das dominierende Thema für mich.
00:36:02: Wie nah dran an den Menschen die Union ist.
00:36:05: Und vor allen Dingen wünsche ich mir bei der Unionsfraktion wirklich von Herzen, dass die alle deutlich weniger arbeiten würden.
00:36:12: Das wird uns ja allen helfen.
00:36:13: Ja, aber der Mann merkt einfach, Gast Linnemann hat verstanden, der Mensch ist auch nichts anderes als eine überbezahlte Maschine, die ranzglotzen muss.
00:36:23: Ja,
00:36:23: aber das sind diese Talking Points, die vorbereitet worden sind, die wir heute wieder sehen.
00:36:27: Und was ich so analysiere ist, es werden gerade von der Union und besonders von Friedrich Merz immer so Kernprobleme identifiziert und auch markiert, wo es dann heißt, das ist der springende Punkt von allem.
00:36:40: Das ist das Pudels Kern.
00:36:42: Und wenn das angegangen wird, Dann wird alles gut, das ist unser Hauptproblem.
00:36:47: Und das wird immer in so einer Art Generalverdacht gegenüber bestimmten Gruppen geäußert.
00:36:51: Da wird auf den Bürgergeldempfängern rumgehackt.
00:36:54: Jetzt ist das weitgehend abgeräumt.
00:36:56: Und jetzt kommen auf einmal die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dran, wo?
00:37:00: da wird jetzt die Peitsche ausgepackt.
00:37:02: Und vor allen Dingen
00:37:04: die entscheidende Gegenfrage, die man Karsten Linnemann und Friedrich Merz und diesen ganzen Schwadronierern mal stellen kann, ist, wo sollen denn die ganzen Leute, die hier in Köln bei Ford keinen Arbeitsplatz mehr haben, die bei RTL entlassen wurden?
00:37:17: Wo dürfen die denn nächste Woche ihre vierzig Stunden Woche anfangen?
00:37:21: Ja, sehr schlaue Frage, die eigentlich wirklich originär von der Politik zu beantworten wäre.
00:37:26: Genau, es geht ja im Moment um ganz starken Arbeitsplatzabbau.
00:37:31: Da stellt sich gar nicht die Frage, ob die Leute zwei Stunden mehr arbeiten, sondern ob die überhaupt noch einen Arbeitsplatz haben.
00:37:39: Und da gibt es ja inzwischen sogar schon große Kritik aus der Wirtschaft gegenüber Katharina Reiche, die ihr Ministerium auch eher ... wie ein Monarchenpalast führt, nämlich gerne alles nach ihrer Nase.
00:37:55: Und wie es sieht, Fachpersonal braucht sie nicht, weil sie sowieso alles besser weiß.
00:38:00: Und wir sehen eigentlich die eigentlichen, deutlichen Leistungsschwächen im Moment vor allen Dingen bei der Union.
00:38:08: Ja, du hast natürlich in Deutschland diese Diskrepanz, dass du einerseits ein Fachkräftemangel hast, andererseits, wie du es auch schon beschrieben hast, geht Arbeit verloren.
00:38:17: Das ist ein... eine komplexe Situation, der man sich nicht so unterkomplex nähern kann, wie das hier teilweise gemacht wird.
00:38:25: Aber vielleicht tun wir ja auch der Union unrecht.
00:38:28: Hören wir uns einmal unseren Bundeskanzler Friedrich Merz an, was er jetzt übrigens schon mehrfach in fast Wort gleicher Art und Weise geäußert hat und jetzt auch jüngst wieder bei einem Neujahrsempfang der Industrienhandelskammer Halle Dessau, wo er vor Unternehmern und Wirtschaftsvertretern gesprochen
00:38:45: hat.
00:38:46: Die Arbeitskosten in unserem Land sind einfach zu hoch und wir müssen von diesem hohen Niveau runter.
00:38:54: Und eine der besten Möglichkeiten, die Arbeitskosten zu senken ist, dass wir in der vorgegebenen Zeit uns alle gegenseitig versprechen, dass wir insgesamt wieder durch mehr Arbeit, durch mehr Leistung eine höhere volkswirtschaftliche Leistung in Deutschland erbringen.
00:39:10: Meine Damen und Herren,
00:39:11: die Deutschen,
00:39:14: ich weiß,
00:39:15: Ich weiß, wie anfällig für Missverständnisse solche Formulierungen sind, deswegen sage ich es hier sehr klar.
00:39:20: Es gibt Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in ihren Betrieben, in den Krankenhäusern, bei der Polizei, bei der Bundeswehr, in den Pflegeeinrichtungen, in vielen Unternehmen, die sehr viel arbeiten und auch sehr viele Überstunden machen.
00:39:34: Aber insgesamt ist die Arbeitsleistung unserer Volkswirtschaft nicht hoch genug.
00:39:40: Um es noch deutlicher zu sagen, Mit Work-Life-Balance und vier Tage Woche lässt sich der Wohlstand unseres Landes, den wir heute haben, in Zukunft nicht erhalten.
00:39:50: Und deswegen
00:39:51: müssen wir mehr arbeiten.
00:39:54: Das war wie so ein klassischer März.
00:39:56: Da baut er erst so auf, ja, es gibt ja viele Leute, die viel arbeiten.
00:40:00: Das muss man ja unbedingt sagen, dass das nicht missverstanden wird, was ich ja erzähle.
00:40:04: Aber Freunde, insgesamt ist das immer noch viel zu wenig.
00:40:09: Was soll das?
00:40:10: Was soll
00:40:10: das?
00:40:11: Das ist vor allen Dingen auch ökonomischer Schrott, den er da erzählt.
00:40:14: Also ganz wesentlicher Punkt.
00:40:16: Wenn die Arbeitskosten zu hoch sind in Deutschland, dann wird die Wirtschaft nicht folgendes tun.
00:40:21: Sie wird dann nicht die Arbeitskosten durch noch mehr Stunden erhöhen, sondern sie wird sich im ersten Schritt um Automatisierung, also um Senkung von Arbeitskosten an Menschen sehen.
00:40:34: Und es wird das passieren, was wir gerade auch schon erleben.
00:40:38: Sie werden Stellenabbau betreiben, um die Arbeitskosten zu senken, vor allen Dingen dann, wenn die Auftrasslage nicht stimmt.
00:40:47: Also das, was er gerne will, ist mit Überstunden überhaupt nicht zu leisten, sondern es wird durch die Automatisierung, durch KI, werden wir deutlich an Arbeitsplätzen verlieren.
00:41:00: Und es wird immer öfter und eher mehr Leute geben, die nur noch für eine vier Tage Woche überhaupt gebraucht werden.
00:41:07: Deswegen ist die entscheidende Frage einer sozialen Marktwirtschaft, wie gehen wir damit um?
00:41:14: Also wie schaffen wir erstens neue Arbeitsplätze in neuen Arbeitsfeldern, wenn andere Bereiche wegfallen?
00:41:21: und zweitens, wie gehen wir damit um, wenn immer weniger Menschen gebraucht werden?
00:41:27: um Dinge herzustellen oder einen Wirtschaftswachstum zu kreieren.
00:41:33: Und das ist die entscheidende Frage.
00:41:34: Und da hat er halt überhaupt keine
00:41:36: Antwort drauf.
00:41:37: Ja, und ein anderer Punkt.
00:41:38: Er geht von dieser uralten Idee aus, dass Quantität, also die Menge der Arbeit, die geleistet wird, automatisch zu einer Produktivitätssteigerung führt.
00:41:47: Aber es kommt ja darauf an, wie effizient für die Arbeitszeit genutzt, die da ist.
00:41:51: Das taucht bei ihm überhaupt nicht auf in seiner sehr, sehr simplen Denkweise.
00:41:54: Ja,
00:41:55: aber da kennst du leider seine eigenen Erfahrungen.
00:41:57: Ich hab's ja schon mehrfach erklärt.
00:41:59: Er hat ja mal über dreihundertsechzig Tage am Stück gearbeitet, jeden Tag fünftausend Euro gekriegt und ist am Ende mit zwei Millionen Euro Steuergeldern als überbezahlter Anwalt nach Hause gegangen, weil er die West-LB nicht verkauft hat.
00:42:12: Also für ihn funktioniert dieses Prinzip jeden Tag arbeiten für sehr viel Geld und damit sich selbst bereichern, hat natürlich sehr, der kennt, der kennt es ja gar nie anders.
00:42:23: Friedrich Merz ist immer voll alimentiert durchs Land gelaufen.
00:42:27: Ja,
00:42:28: eigentlich ist mehr so ein wandelnder Elfenbein-Turm und damit völlig ungeeignet als Bundeskanzler, weil er immer so von oben herab Dinge behauptet und du spürst ganz genau, der weiß gar nicht, wie es den Menschen so geht.
00:42:40: Ja und vor allem vor dem Hintergrund, der hat ja mal gesagt so sinngemäß, Wirtschaft das sei mindestens zur Hälfte Psychologie, aber die Konsequenzen, die jetzt hießen ja völlig falsch, weil das motiviert doch nicht.
00:42:51: Das kennt ja jeder aus dem Büro.
00:42:52: Wenn der Chef morgens reinkommt und sagt, ihr fallen Schweine, ja, so Scheiße hier, die Produktivität, jetzt mal Leistung verdammt nochmal, das motiviert ja nicht wirklich, oder?
00:43:02: Nein, vor allen Dingen, weil ich das betrifft aber im Moment leider auch alle Parteien, da ist nicht nur die, aus meiner Sicht die Union der Vollversager, keine Partei erklärt im Moment im Wesentlichen, wie die Wirtschaft in Deutschland in der Zukunft aussehen wird.
00:43:21: Wir können hier noch zweitausend Jahre uns erzählen, dass Verbrenner ausmuss verhindert werden, dass eh Auto kommt.
00:43:27: Es ist nicht aufzuhalten.
00:43:28: Die ganze Welt stellt sich darauf ein.
00:43:30: Das heißt, die entscheidenden Fragen.
00:43:31: Wie sieht die Wirtschaft der Zukunft in Deutschland aus?
00:43:35: Was wird hierhergestellt?
00:43:36: Wie kann man die Bedingungen schaffen?
00:43:38: Und vor allen Dingen, wie gehen wir mit Arbeitnehmern um?
00:43:41: Wie sieht die soziale Marktwirtschaft im Jahr zwei Tausend Fünfzig in Deutschland aus?
00:43:47: Die wird von niemandem beantwortet.
00:43:50: von niemandem Modell und da gibt es auch von niemandem konstruktive Vorschläge, außer dieses Blöde, was du gerade auch erwähnt hast, von Merzys Wirtschaftspsychologie.
00:44:00: Wir erinnern uns alle.
00:44:01: Im Januar, zwei tausendfünfundzwanzig hat er da auch schon mal gesagt, mit Wirtschaft ist Psychologie und dann wird alles super zum Sommer.
00:44:08: Und es wurde nicht super zum Sommer.
00:44:10: Und es wird auch nicht besser in Deutschland.
00:44:12: Und es ist schön, wenn die sich dann an diesen Tagen gegenseitig applaudieren und festhalten, die Arbeitnehmer sind alle zu faul und deswegen funktioniert halt mit der Wirtschaft nicht, weil wenn die jetzt alle zwei Stunden kloppen, dann wird Deutschland nichts davon passieren, weil wir gerade in einem kompletten Transformationsprozess sind.
00:44:30: Und wir haben einfach auch nicht die digitalen Angebote und die digitalen Dienste wie zum Beispiel Amerika.
00:44:38: Google.
00:44:39: Meter, so was gibt's
00:44:41: nicht.
00:44:41: Also wir haben's zu tun mit einer komplexen Situation, der sich der große Black Rocker Friedrich Merz immer wieder mit wohlfeilen Rechenbeispielen nähert.
00:44:59: Also, davon mal gerade eben ein Viertel zu arbeiten und sich das dann so aufzuteilen, wie man gerne möchte.
00:45:04: Nicht maximal acht Stunden am Tag, sondern vierzig Stunden in der Woche.
00:45:07: Das muss doch möglich sein, im Arbeitszeitgesetz zu ändern.
00:45:10: Also, um hier jetzt ein bisschen Kontext zu geben, er plädiert hierfür eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten.
00:45:15: Und der Strich bleibt aber auch hier wieder hängen, dass er das Leben der Menschen auf simple Rechenaufgaben reduziert.
00:45:24: Ja, von wegen vierzig Stunden.
00:45:25: Das sind ja nur ein Viertel.
00:45:26: Und dabei ignoriert das natürlich Dass das Leben anders läuft, auch das Arbeitsleben.
00:45:31: Du musst erst mal zur Arbeit hinkommen.
00:45:32: Das dauert eine Zeit lang.
00:45:34: Dann musst du ja noch den ganzen Alltag bewältigen, Kinder betreuen.
00:45:39: Wenn jemand zu pflegen ist, muss der gepflegt werden.
00:45:41: Du musst deinen Alltag auch gestalten.
00:45:43: Du musst auch ein Familienleben führen.
00:45:45: Und ganz verrückt auch ab und zu mal schlafen.
00:45:47: Bei Gelegenheit noch.
00:45:48: Also all das wird durch diese Rechenaufgabe so ein bisschen in den Hintergrund gedrängt.
00:45:54: Die Message ist, das ganz normale Leben steht dem Wirtschaftswachstum
00:45:57: im Weg.
00:45:58: Und nochmal, glaubst du, dass die Leute, die in Deutschland wirklich sagen, ich arbeite nur Teilzeit, weil ich mir mein Leben irgendwie anders organisieren möchte und deswegen ich mit dem Geld auskomme, was ich da bekomme und das funktioniert dann irgendwie für mich, dass die das Problem, das Kernproblem der deutschen Wirtschaft sind?
00:46:22: Natürlich nicht.
00:46:22: Ist das
00:46:23: wirklich quasi die Schraube, die, wenn wir die jetzt drehen, dann wird alles gut.
00:46:29: Für mich klingt es genauso bescheuert, wie Sie uns vor der Wahl eingeredet haben, dass wenn wir an der Schraube Bürgergeld drehen, dass dann alles doll wird, Milliarden eingespart werden, dann sind sie hinter den Achtzig, Neunzig Millionen.
00:46:43: Also es werden immer so Schrauben beschrieben, an denen man drehen müsste.
00:46:47: Und das ausgerechnet von der Partei, die die ganze Zeit durch die Gegend und von Wirtschaftskompetenz labert.
00:46:57: Ich weiß noch, wie sie den Habeck durch den Kakao gezogen haben.
00:47:05: Der hat keine Ahnung von Wirtschaft.
00:47:07: Wenn ich mir Katharina Reiche angucke, Friedrich Merz.
00:47:12: Vielleicht mochte man die Vorschläge vom Habeck nicht.
00:47:15: Aber
00:47:15: er hat zumindest mal konstruktiv konkrete Vorschläge gemacht.
00:47:19: Die kann man scheiße finden.
00:47:20: Aber von denen kommt ja nichts außer die müssen mehr arbeiten.
00:47:24: Aber die geileren Sprüche hat er März.
00:47:26: Und wenn er mal einen geilen Spruch gefunden hat, dann sagt er den auch immer wieder.
00:47:31: Er hat dann so ein Märzisches Apercy parat, dass er in einer Beschwörung des inneren Strombergs immer wieder raushaut.
00:47:40: Und dieses Märzische Apercy möchte ich dir nicht vorenthalten.
00:47:43: Es ist das hier.
00:47:44: Arbeit ist doch nicht eine mehr oder weniger unangenehme Unterbrechung unserer Freizeit.
00:47:51: Ja,
00:47:51: das klingt für mich eher nach einem Märzchen Brechdurchfall.
00:47:55: Ja,
00:47:56: und ich glaube, wenn er weiter so macht, der März, dann gibt es Neuwahlen und dann ist seine Kanzlerschaft nur eine unangenehme Unterbrechung des Wahlkampfs.
00:48:06: Aber ganz ehrlich, Philipp, das ist doch das falsche Signal.
00:48:09: Wenn du jetzt auf einmal wieder die nächste Gruppe durchs Dorf treibst, das Land daran hinternd, dass es erblüht.
00:48:16: Ja, und vor allen Dingen fehlen mir die konstruktiven Vorschläge.
00:48:18: Ihr habt es ja jetzt zweimal gesagt, aber wir fehlen die konstruktiven Vorschläge.
00:48:22: Wie wollen
00:48:23: wir es lösen?
00:48:23: Ja, die hatte er.
00:48:25: Er sieht ja, wo die Probleme liegen und wo man drehen müsste.
00:48:29: Wir haben in Deutschland vierzehn, fünf Tage im Durchschnitt der beschäftigten Krankheitstage.
00:48:36: Vierzehn, fünf Tage, das sind fast drei
00:48:39: Wochen,
00:48:40: in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten.
00:48:45: Ist das wirklich richtig?
00:48:47: Ist das wirklich notwendig?
00:48:49: Können wir uns mal darüber unterhalten, wie wir die besseren Anreize setzen zur Beschäftigung zu gehen und nicht arbeiten zu können?
00:48:55: Nicht arbeiten zu gehen, krank zu sein.
00:48:57: Ja, absolut.
00:48:58: Anreize setzen nicht krank zu sein.
00:49:00: Ist das nötig krank zu sein?
00:49:01: Die ganzen
00:49:02: Viruserkrankungen, ist es nötig.
00:49:04: Ja, müssen Sie Ihre Kinder wirklich zur Daueransteckung in den Kindergarten?
00:49:10: schicken, ist es nötig, dass sie während ihrer Jahresarbeitszeit überhaupt auch mit ihren Kindern zusammen wohnen.
00:49:19: Das Risiko ist ja schon da, dass die Kinder sie auch anschauen.
00:49:22: Also können die Kinder nicht vielleicht ganzjährig in so Heimen untergebracht werden, wo die dann untereinander ihre ganzen Viren und Bakterien austauschen können.
00:49:31: Aber Ja, also gefühlt ist der März auf dem Weg in die Volksrepublik China, würde ich sagen.
00:49:38: Ja, genau.
00:49:40: Für März ist krank sein, ja, so ein Fehler in der Matrix.
00:49:45: Wer hustet, hat vielleicht einfach nicht motiviert genug geatmet.
00:49:48: Wenn du Rückenschmerzen hast, dann glaubst du einfach immer noch nicht genug an den Standort Deutschland.
00:49:53: Das ist März-Einstellen.
00:49:55: Und
00:49:55: ich finde super, wenn sich Mitte Februar ... Alle Arbeitnehmer in Deutschland mal so vier Tage krankschreiben lassen, alle.
00:50:08: Wobei es wird eh passieren, weil es keine war, aber ... Ja, die faulen Schweine sind ja dann wieder alle krank.
00:50:16: Aber mal ehrlich, was ist denn das für ein Menschenbild, Philipp?
00:50:19: Ich meine, der Merze hockt doch, der hockt wahrscheinlich zu Hause und hört von Gaia Sturzplug.
00:50:23: Brutto-Sozialprodukt komplett unironisch.
00:50:25: Aber Philipp, jetzt nehm ich doch mal mit.
00:50:27: Sei nochmal Berater von Friedrich Merz im Kreise.
00:50:31: Oh ja.
00:50:31: Und das, was er jetzt alles schon rausgehauen hat, diese ganzen verbalen Entgleisungen, über die wir hier auch schon im Podcast hier und da gesprochen haben, haben dazu geführt, dass er laut dem neuesten Beliebheitsranking der Politikerinnen und Politiker, also da gibt es ja diesen alten Fußballspruch, der passt.
00:50:47: jetzt, willst du den März oben sehen, musst du die Tabelle drehen.
00:50:52: Weil er ist jetzt ja wirklich ganz unten.
00:50:55: Der Beliebtheit hinter ihm ist, glaube ich, nur noch Jens Spahn und Keuch Husten.
00:50:58: Aber Philipp Amthor markt ihn.
00:50:59: Und Carsten Linnemann markt ihn auch.
00:51:01: Zwei Freunde.
00:51:02: Und Markus Söder erträgt ihn.
00:51:04: Aber reicht das.
00:51:05: Der muss ja mal aus dem Quark kommen und muss verstehen, dass die Art und Weise, wie er kommuniziert, einfach nicht den Spirit ins Land bringen, den er sich vorstellt.
00:51:14: Ich glaube ja sowieso, dass Friedrich Merz mal im Praktikum bei den Kaulitzbrüdern machen müsste.
00:51:18: Das Thema sieht, wie sieht moderner Arbeitsalltag aus?
00:51:22: Einfach mittags um zwölf irgendwie noch halb besoffen, ins Podcaststudio schleppen, eine Stunde für umgerechnet, neunzehntausend Euro für Spotify, mit Belanglosigkeiten einlabern.
00:51:36: Danach sind dann auch schon wieder Hände manikieren und andere Termine dran.
00:51:40: Dass der mal so ein bisschen merkt, wie sieht diese moderne Lebens- und Arbeitswelt überhaupt aus?
00:51:46: Also die Beliebtheit von März ist abgestürzt.
00:51:48: Jetzt haben sie einen sehr, sehr spannenden Ansatz gewählt, wenn nämlich fast strategisch.
00:51:52: Sie versuchen Menschen in die Öffentlichkeit zu pushen, die noch unsympathischer sind als Friedrich Merz, um ihn in der Referenz wieder ein wenig nach oben zu transportieren.
00:52:01: Wie komme ich jetzt auf Gitta Kornemann?
00:52:03: Das ist die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.
00:52:08: Uns stört das Recht auf Teilzeit ohne Dialog mit dem Arbeitgeber in den Fällen, in denen es keinen Grund gibt, wie Familienarbeit, Kehrarbeit oder berufliche Fort- und Weiterbildung.
00:52:24: Und aus diesem sympathischen Umfeld der Wirtschafts- und Mittelstandsunion wurde jetzt ein Papier an die Öffentlichkeit gespült mit der Überschrift Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit.
00:52:36: Ja,
00:52:37: aber ich
00:52:37: finde es auch geil,
00:52:38: dass sie sagt, ohne Dialog mit dem Arbeitgeber.
00:52:43: Das klingt alles so nach, du lass uns mal drüber reden, warum du faulisch Schwein hier nicht die acht Wochen klopst und stattdessen Montag morgens beim Yoga bist.
00:52:52: Ja, und es kreift auch genau in das, was du eben gesagt hast.
00:52:54: Wo willst du Vollzeit herzaubern, wenn es die Angebote in der Masse gar nicht gibt?
00:52:59: Und ich verstehe nicht, warum die Union, ich meine, sie sind jetzt in der Koalition mit der SPD.
00:53:07: Sie könnten das doch so wunderbar spielen, wenn die CDU sich damit beschäftigen würde, die Wirtschaft nach vorne zu bringen, die guten Argumente zu liefern.
00:53:19: Wie können wir auch in Europa, in Deutschland, digitale Dienste ausbauen?
00:53:24: Was ist die Wirtschaft der Zukunft?
00:53:25: Was sind unsere Zukunftsindustrien?
00:53:27: Wo können wir Arbeitsplätze schaffen?
00:53:29: Und gleichzeitig die SPD in die gezielte Kommunikation geht.
00:53:34: Wie sieht der Arbeitnehmer der Zukunft aus?
00:53:37: Welche Rechte hat er?
00:53:37: Wie können wir die Rechte stärken?
00:53:39: Wie schaffen wir den Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern?
00:53:43: Wir haben eigentlich zwei Parteien, die sich eigentlich gut ergänzen würden, wenn sie es schaffen würden, nicht so völlig bescheuert und amateurhaft zu kommunizieren.
00:53:55: Und
00:53:55: weltfremd.
00:53:57: Also so fern ab, das wirklichen Lebens, ja in diesem Papier, nochmal ein paar Formulierungen für dich.
00:54:03: Achtung, die Solidargemeinschaft darf nicht die Work-Life-Balance von Aufstockern finanzieren.
00:54:09: In welcher
00:54:10: Fall?
00:54:11: Ist das ein Satz, den du ernst gemeint von erwachsenen Menschen raushielst?
00:54:14: Aber
00:54:14: es ist die gleiche Vorlage, die sie bei den Bürgergeldempfängern schon benutzt haben.
00:54:18: Ja,
00:54:18: die gleiche Geschichte, weil auch da geht es ja jetzt wieder darum, dass sie damit argumentieren.
00:54:22: Ja, aber die haben ja dann das gleiche Anrecht auf alle sozialen Leistungen, die auch diejenigen haben, die voll arbeiten gehen.
00:54:30: Also es wird wieder eine Ungleichheitsdebatte und eine Neiddebatte zwischen zwei Lagern geführt, die eigentlich ... überhaupt nicht ansteht.
00:54:39: Es geht gerade überhaupt nicht darum, Teilzeit gegen Vollzeit auszuspielen, sondern es geht darum, wie schaffen wir überhaupt wieder soziale Gerechtigkeit herzustellen.
00:54:49: Und ich habe es im Oberhausen gesagt und ich wiederhole es nochmal.
00:54:53: Mit der gleichen Ernsthaftigkeit, wie wir die Diskussion über die Bürgergeldempfänger geführt haben, müssen wir jetzt darüber sprechen, wie wir hohe Erben, Firmenerben zu einer solidarisch fairen Abgabe kriegen können, Vermögensteuer, all diese Themen.
00:55:08: Aber alles was... die Union immer anzubieten hat, sind Neiddebatten unter Leuten, die am Ende des Tages im System selber nicht viel verändern können, weil sie in abhängigen Verhältnissen sind.
00:55:21: Sei es als Bürgergeldempfänger, sei es als Arbeitnehmer, sie sind in abhängigen Beschäftigungsverhältnissen.
00:55:27: Sie können die Dinge da nicht verändern.
00:55:29: Klar kann Bürgergeldempfänger sagen, ich will das nicht mehr, ich will jetzt arbeiten gehen, aber da muss er erst mal einen Arbeitsplatz finden.
00:55:34: Aber ich glaube, es ist klar, was ich meine.
00:55:36: So, und die Diskussion über die Leute, die wirklich gestalten können und wo es die Gestaltungsmöglichkeiten gibt, die wird nie geführt.
00:55:43: Die Zahlen sprechen ja auch völlig gegen diese ganzen Argumentationen.
00:55:46: Hier, hier hab ich was gefunden.
00:55:48: Es gibt Daten, zwanzig, dreinzwanzig sind erhoben worden.
00:55:51: Achtung, vierundzwanzig, sieben Prozent der Vollzeitbeschäftigten im Osten Deutschlands arbeiten im Niedriglohnbereich.
00:55:57: Das heißt also, sie arbeiten Vollzeit im Niedriglohnbereich.
00:56:02: Und das ist ja auch der Niedriglohnsektor ist politisch ja installiert und gewollt hier.
00:56:08: Was ist mein persönliches Fazit?
00:56:10: Man könnte so viel Schlaueres sagen.
00:56:12: Man könnte zum Beispiel sagen, ein hoher Krankenstand, okay, dann müssen wir für gute Arbeitsbedingungen und für ein positives Gesamtgeber sorgen.
00:56:18: Man könnte sagen, statt Teilzeit zu verteufeln, müssen wir mal Vollzeitmöglichkeiten schaffen.
00:56:23: Anständige Löhne muss es geben und es muss eine bessere Vereinbarkeit von Leben und Beruf geben.
00:56:27: Und statt auf mehr Stunden zu bochen, sollte man lieber mal schauen, wie man politisch dafür sorgen kann, Produktivität und Effizienz zu steigern.
00:56:33: Oder was hast du für mich?
00:56:34: Ja,
00:56:34: absolut.
00:56:35: Aber Tobi, sorry, wenn ich mich unterbreche, wir haben jetzt halb eins.
00:56:39: Ich müsste dann jetzt auch Eier amt machen.
00:56:42: Ach so, bist du in Teilzeit?
00:56:44: Nee, ich muss zur Vorsorge.
00:56:49: So, das war Grundlos Gute Laune für diese Woche.
00:56:51: Schön, dass ihr dabei wart.
00:56:52: Wenn ihr eine Anmerkung Feedback habt, schickt uns gerne eine E-Mail an hallo at grundlosgutelaune.de und hinterlasst auch gerne überall da eine Bewertung, wo man eine hinterlassen kann.
00:57:03: Und wenn ihr uns eine Sprachennachricht hinterlassen wollt, dann könnt ihr das auch tun auf www.speakpipe.com.
00:57:08: schrägstrich ggl.
00:57:10: Einfach auf diese Webseite gehen und dann könnt ihr uns... Was erzählen?
00:57:14: Wie so eine Sprachnachricht.
00:57:15: Aber bevor es wirklich zu Ende geht.
00:57:17: Zu Ende?
00:57:18: Das klingt aber sehr diesster.
00:57:21: Hast
00:57:21: du noch einen Hausschmeißer?
00:57:22: Absolut.
00:57:23: Wir haben ja schon, als wir in Oberhausen waren, kurz über Steuerberater gesprochen, die das großartige Talent haben, Dinge wirklich kleinzurechnen.
00:57:34: Und jetzt haben wir einen, also so wie der rechnet, das macht mir streckenweise sogar schon Angst.
00:57:39: Wenn Sie hundert Millionen haben, haben Sie genau zwei Probleme.
00:57:42: Das eine ist die Erbschaftsteuer.
00:57:43: Alle dreißig Jahre statistisch gesehen werden Sie ihr Vermögen übertragen auf die nächste Generation.
00:57:48: Und dann sind nun mal dreißig Prozent Erbschaftsteuer weg.
00:57:51: Das heißt, von hundert bleiben siebzig übrig, von siebzig bleiben nur noch neun vierzig übrig.
00:57:54: Irgendwann ist ihr ganzes Geld weg.
00:57:55: Der zweite Problembereich ist die sogenannte Vermögesteuer.
00:57:58: Aktuell haben wir die nicht, weil wenn die wieder eingeführt wird und die müssen dann jedes Jahr ein Prozent von ihrem Vermögen abdrücken, dann wäre er sozusagen nach hundert Jahren nichts mehr übrig.
00:58:05: Das war die siebenundvierzigte Folge.
00:58:08: Grundlos gute Laune mit Tobias Mann und Philipp Simon.
00:58:12: Eine Produktion von Flashflow Recordings.
00:58:15: Und jetzt Schluss mit Podcast hören.
00:58:18: Die Arbeit ruft ihr Lifestyle-Teilzeitler.
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